OR8

Mit OR8 ist ausgesprochen „Offroad Maßstab 1:8 Verbrenner“ gemeint. Es ist mit der Klasse VG die Königsklasse des klassischen RC Rennsports und auch eine der schnelleren, da hier die meiste Energie im Verhältnis zum Gewicht aufgebaut wird. Lediglich die jeweilige Klasse mit Elektromotoren hat  – seit dem es Hochleistungsakkus und Brushlessmotoren gibt – eine gleichwertige und wohl bald auch stärkere Bewegungsenergie.

Im Normalfall sind es Buggy’s die im Maßstab 1:8 aufgebaut sind mit einem 3,5 ccm Nitromotor betrieben werden. Es gibt regionale Cups die zwischen „Expert“ und „Hobbyfahrer“ unterscheiden und Cups die zwischen Cup Läufen und Sportkreis Läufen unterscheiden. Ziel von Wertungsläufen oder „SK-Läufen“ ist es, dass die Fahrer sich für die Deutschen Meisterschaften in den jeweiligen Sportkreisen qualifizieren können, denn es gibt die Deutsche, Europa und Welt Meisterschaft.

 

Der deutsche Dachverband dieser Rennklasse ist der DMC e.V. der auch das Regelwerk stellt.

Das Regelwerk:

Link http://www.dmc-online.com/NeueSeite/documents/Jahrbuch2016_hp_Teil_C.pdf

(Unter 5.1. Verbrenner Offroad 1:8 (OR8) )

Gewisse Maße, Tankvolumen, Motorleistungen und einige technische Details werden im Regelwerk definiert.

 

 

Was benötigt man zur Rennteilnahme:

  • einen Buggy
  • einen Tisch
  • einen Stuhl
  • einen RC4 Transponder

Siehe auch „Was brauche ich zur Rennteilnahme“. (Link auf RC-Pate)

 

Rennverlauf:

Der Verlauf der Rennveranstaltungen kann zwischen den regionalen Cups leicht voneinander abweichen, aber er unterteilt sich oft in die folgenden Phasen:

 

Ankunft der Teilnehmer:

Zu Beginn am frühen Morgen oder Abend zuvor kommen die unterschiedlichen Teilnehmer an. Mit Pavillon, Zelt, Tisch, Auto, Wohnmobil oder eben auch nur dem nötigsten. Meist wird sich ein Platz gesucht, wo man sein Fahrer Lager, also seinen Tisch und seinen Stuhl aufstellt.

 

Reifenverkauf / Fahrernummernausgabe:

Oft hat man als Teilnehmer eine Fahrer Nummer die der Rennveranstalter als Aufkleber zur Verfügung stellt. Da in vielen Cups bestimmte Reifen laut Regelwerk vorgeschrieben sind, werden diese auch an den Rennveranstaltungen verkauft, meist in festen Zeitfenstern.

 

Freies Training:

Zu Beginn gibt es 7 – 10 min. lange „Freie Trainings“ die in „Läufe“ eingeteilt wird, in denen man entweder nach seiner Fahrer Nummer oder anhand freier Listen in die man sich einträgt, eingeteilt wird.

Je nach Länge und Art und Weise kann es zwei bis drei oder mehr „freie“ Trainings geben. Im „freien“ Training gelten z.B. gewisse Cupbeschränkungen (z.B. Reifen) nicht. Oft nutzen die Veranstalter auch die letzten freien Trainings um die Transponder der Fahrer anhand der Nennungslisten abzugleichen.

 

Fahrernummern und Gruppenzuordnung:

Da man sich zu solchen Terminen nennen muss – und auch Startgelder zahlt – , bekommt man eine Fahrernummer, diese Listenzuteilung ist oft online bei den austragenden Vereinen auf der Homepage verlinkt, meistens – mindestens –  aber als Ausdruck auf der Strecke ausgehängt. Oft wird man anhand der Fahrernummer in einen Lauf / eine Gruppe eingeteilt.

 

Fahrerbesprechung:

Entweder zu Beginn jeder Rennveranstaltung, jeden Morgen oder vor den Vor- und Finalläufen gibt es eine Fahrerbesprechung. Hier werden Besonderheiten der Strecke, des Rennablaufes und die Sportkommissare sowie die Rennleitung vorgestellt und was es sonst noch so gibt. Hier können auch noch offene Fragen der Teilnehmer geklärt werden.

 

Vorläufe:

Nach den Trainingsläufen beginnen die Vorläufe. Hier gelten Reglement Einschränkungen, es müssen Fahrernummern auf den Fahrzeugen angebracht sein. Die Vorläufe dienen dazu, die Fahrer in Ihrer Wertigkeit zu unterscheiden. Da meist das Rennen mit maximal 10 Fahrern gefahren wird, es aber wesentlich mehr Fahrer sind, gibt es mehrere Rennen, so genannte Finalläufe. Damit nun die schnellen Fahrer in einem späteren Finallauf kommen, wird z.B. anhand von „der längsten Strecke in 5 min, der schnellsten Runde, und wer an erster Position war“ ein Zahlenwert ermittelt. Es gibt aber auch andere Varianten, z:B. schnellst Runde oder die 3 schnellsten zusammenhängenden Runden. Meist gibt es mehrer Vorläufe, wovon nur die besten gewertet werden, z.B. 2aus 3, 2 aus 4, 3 aus 4.


Meist hat jeder Vorlauf folgenden Ablauf:
Einige Minuten vor dem Vorlauf wird der Motor vorgewärmt und angelassen, dazu gibt es meist spezielle Bereiche oder Tische, danach geht der Boxenhelfer mit dem Fahrzeug in die Box, der Fahrer auf den Fahrerstand. Die Strecke wird frei gegeben, die Fahrer fahren auf die Strecke. Ab einer Vorwärmphase sagt der Zeitnehmer an, dass ab jetzt die Wertungszeit läuft. Die Wertungszeit jedes einzelnen Fahrers beginnt erst, wenn er über die Zeitschleife fährt und ist erst zu Ende, wenn er nach Ablauf der Qualizeit wieder über die Zeitschleife gefahren ist. Somit fahren zwar alle zusammen aber jeder fährt nur gegen die Uhr, nicht gegen die anderen. Haben alle Fahrzeuge ihre Wertungszeit abgeschlossen wird dieses angesagt und zum Anfahren der Box aufgefordert. Danach geht der Fahrer – in der Regel – als Streckenposten (Marshal) auf bestimmte Punkte an der Strecke. Ist der nachfolgende Lauf beendet, geht er wieder zu seinem Platz oder dort hin wo der Boxenhelfer seinen Buggy abgestellt hat.

Es beginnt eine Pause bis zum nächsten Lauf.

 

Finallauf:

nach Abschluss aller Vorläufe folgt eine Fahrerbesprechung und die Zuteilung der Finalläufe wird aufgelistet. Die Finalläufe sind in A / B unterteilt und beginnen mit 1/16 Finallauf, 1/8 Finallauf und gehen dann hoch bis ½ Finallauf und dem letzten Finallauf. Die Aufteilung kommt auf die Größe des Fahrerfeldes an, es kann also auch ein 1/32 oder 1/64 und sogar ein 1/128 Finallauf geben.

Man fährt bei den Finalläufen meist länger, als der Tank bei Nitro RC Cars reicht und so muss man – bevor der Tank leer ist l in die Box zum Tanken.

Der Finallauf kann je durchführendem regionalem Cup auch etwas unterschiedlich sein, in der Regel beginnt es mit der Ausfahrt aus der Boxengasse, dann 1-2 Minuten „Zeit zum Einfahren“ und dann müssen alle zu den Startplätzen an der Strecke. Hier tankt der Helfer noch einmal und setzt das RC Car im Count Down ab. Danach erfolgt das Rennen.

Je nachdem wie gut man ist, startet man in einem der ersten oder einem späteren Finallauf. Schafft man es in einem Finallauf auf einen der ersten Plätze, kann man “Aufsteigen” und startet im nächst höheren Finallauf.

 

Siegerehrung:

Am Ende aller Finalläufe kommt es zur Siegerehrung.

Die meisten der Rennveranstaltungen gehen von Samstag bis Sonntagabend.

 

Link zu speziellen Foren:

Medien:

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=-Uq0mFKcVCQ

Reportage “3, 2, 1… Start the Race” https://www.youtube.com/watch?time_continue=5&v=yQUncVXGMns

 

Ansprechpartner:

Bern Falkenhein – Facebook – bernd(at)rc-pate.de